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Monatsinspektion - Wie Sie Ihren PC richtig pflegen

Einmal im Monat sollte Ihr PC in die Inspektion: Da wird Ihr Computer äußerlich von Dreck und im Inneren von unbenötigten Dateien befreit. Ein gut gewarteter PC läuft nicht nur schneller, er stürzt auch nicht so leicht ab. Lesen Sie, wie Windows Ihnen hilft, Ihren PC wieder richtig flott zu machen.
Das brauchen Sie für die Inspektion
Spätestens wenn Sie Windows nur noch mit einem Griff zum "Reset"-Knopf beenden konnten, werden auch Sie den Bildschirm von "ScanDisk" zu sehen bekommen. Das Hilfsprogramm sucht nach Fehlern auf der Festplatte, denn der Notausstieg aus Windows kann die Datenstruktur auf Ihrer Festplatte ganz schön durcheinander bringen. Deshalb wird das Diagnose- und Reparaturprogramm automatisch gestartet, wenn Windows einmal nicht ordnungsgemäß beendet wurde.
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So weit sollten Sie es eigentlich nicht kommen lassen. Wer seinen PC regelmäßig wartet, ist vor Programmabstürzen und einem aufgehängten Windows wesentlich sicherer, als der PC-Benutzer, der den Dingen freien Lauf lässt. Investieren Sie einmal im Monat eine Stunde in die Inspektion Ihres PCs - der Computer wird es Ihnen danken und seine Arbeit schneller und vor allem sicherer verrichten.
Windows liefert Ihnen alle Hilfsmittel, die Sie brauchen, um den Datenbestand auf Ihrer Festplatte zu pflegen. Sie benötigen dazu keine besonderen Hilfsprogramme. Für die Reinigung von PC-Gehäuse und Monitor finden sich die nötigen Mittel in praktisch jedem Putzschrank: Ein weiches, fusselfreies Tuch, etwas Glasreiniger, ein paar Wattestäbchen und vielleicht ein paar Blätter von der Küchenrolle genügen.
Die monatlich anfallenden Wartungs- und Pflegearbeiten betreffen vor allem das Äußere der Hardware sowie den Datenbestand auf Ihrer Festplatte. Im einzelnen sollten Sie folgende Arbeiten durchführen:
- Bildschirmoberfläche reinigen,
- Schmutz aus Maus und Tastatur entfernen,
- nicht mehr benötigte Dateien von der Festplatte löschen,Festplatte defragmentieren sowie auf physikalische und logische Fehler überprüfen
So säubern Sie die Hardware
Beginnen Sie Ihre Wartungsarbeiten am besten mit der Reinigung der Hardware. Schalten Sie dazu Ihren PC und alle Peripheriegeräte unbedingt aus. Generell gilt: Benutzen Sie so wenig Putzmittel wie möglich. Die Chemikalien könnten die Kunststoffoberflächen der Gehäuse angreifen.
Die Mattscheibe des Monitors ist ein wahrer Schmutzfänger. Durch die elektromagnetischen Felder in der Nähe des Bildschirms wird Staub hier nur so angesogen. Und tippen Sie öfter mit Ihrem Zeigefinger auf den Monitor, gehen Staub und Hautfett eine Allianz ein, die schnell den Durchblick trübt. Am besten reinigen Sie die Mattscheibe mit etwas Glasreiniger.
Hautabrieb haftet vor allem an den Tasten der Tastatur. Die hässlichen grauen Flecken zu entfernen, ist allerdings sehr aufwendig. Sie müssen jede Taste einzeln reinigen. Perfektionisten ziehen vielleicht sogar jede Taste ab, um sie im Spülbecken zu säubern. Möchten Sie sich diese Arbeit sparen, leisten Sie sich lieber alle ein bis zwei Jahre eine neue Tastatur. Eines sollten Sie der Tastatur aber auf jeden Fall gönnen: Entfernen Sie eingedrungene Krümel und Staub aus dem Inneren. Drehen Sie dazu die Tastatur auf "den Bauch" und schütteln Sie sie kräftig. Der meiste Schmutz kommt so heraus.
Auch die Maus zieht mit ihrer Rollkugel Schmutz in sich hinein. Klebrige Kekskrümel im Verein mit anderen Dreckpartikeln blockieren die Führungsrollen im Inneren der Maus. Sie merken das daran, dass der Mauszeiger nur noch ruckartig den Mausbewegungen folgt. So machen Sie die Maus innen wieder sauber:
- Zunächst öffnen Sie die Maus und entnehmen die Rollkugel. Drehen Sie dazu auf der Unterseite der Maus die Halterung der Rollkugel auf. Nehmen Sie dann die Kugel heraus und reinigen Sie sie.
- Schütteln Sie die Maus mit nach unten weisender Öffnung, so dass loser Schmutz herausfällt. Schmutzreste, die an den Führungsrollen haften, entfernen Sie am besten mit Wattestäbchen, die Sie mit einer Putzmittellösung tränken. Festsitzende Schmutzpartikel entfernen Sie mit einer Pinzette.
Wie Sie Ihre Festplatte pflegen und aufräumen
Haben Sie die Hardware gereinigt, schalten Sie Ihren PC ein. Jetzt wenden Sie sich Ihrer Festplatte zu. Sie will gründlich gepflegt werden, damit sie zuverlässig funktioniert. Folgende Arbeiten fallen bei der Wartung der Festplatte an:
- nicht mehr benötigte Dateien und evtl. Programme entfernen,
- logische und physikalische Fehler aufspüren und beheben,
- Dateistruktur defragmentieren.
Moderne PCs haben oft Festplatten mit mehr als zehn Gigabyte Speicherkapazität. Das ist ein gewaltiges Reservoir für Ihre Daten und Programme. Weil man heute nicht mehr so sehr auf den Speicherverbrauch achten muss, machen sich oft sogenannte "Dateileichen" breit. Das sind Dateien, die Sie schon ewig nicht mehr benutzt haben und die Sie wahrscheinlich auch nie mehr brauchen werden. Sie sollten diese Dateien auch dann löschen, wenn Sie noch genügend Platz auf Ihrer Platte haben. Dann ist Ihre Festplatte einfacher zu überblicken und arbeitet etwas schneller.
Viele Dateileichen, die Sie längst gelöscht haben, existieren weiter: Im Windows-Papierkorb. Der Papierkorb ist eine praktische Einrichtung um Dateien zu retten, die Sie versehentlich gelöscht haben. Allerdings bleiben sie solange im Papierkorb, bis dieser einen bestimmten Speicheranteil (meistens zehn Prozent der gesamten Speicherkapazität einer Festplatte) belegt. Erst dann löscht Windows die Daten unwiderruflich. Sie können den Papierkorb aber auch von Hand leeren. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Papierkorbsymbol auf dem Desktop und wählen Sie aus dem Kontextmenü "Papierkorb leeren".
Den Papierkorb komplett zu leeren, hat natürlich einen Nachteil: Dabei gehen auch solche Daten unwiderruflich verloren, die Sie vielleicht doch noch brauchen. Das vermeiden Sie, indem Sie nur solche Dateien löschen, die schon eine Zeit (etwa 4 Wochen) im Papierkorb liegen, ohne dass Sie sie vermisst haben. So löschen Sie Dateien aus dem Papierkorb, die älter als vier Wochen sind:
- Doppelklicken Sie auf das Symbol "Papierkorb" auf dem Desktop. Es öffnet sich der Ordner "Papierkorb":
- Klicken Sie auf "Löschdatum", so dass die ältesten Dateien zuerst angezeigt werden.
- Markieren Sie die Dateien, die Sie löschen möchten. Drücken Sie auf die Taste (Entf).
Achtung: Schließen Sie alle Programme, bevor Sie Dateien mit der Endung "tmp" oder einer Tilde "~" am Anfang des Namens löschen. Diese Dateien könnten gerade von einem aktiven Programm gebraucht werden. Die meiste Software stürzt ab, wenn man ihr geöffnete Daten durch Löschen entzieht. Möchten Sie ganz sicher gehen, entfernen Sie auch hier nur solche Dateien, die älter als vier Wochen sind.
Es gibt eine ganze Reihe von nicht mehr benötigten Dateien, die Sie nicht an ihrem Namen sondern am Speicherort erkennen. Die folgenden Ordner können Sie gefahrlos leeren (aber nicht die Ordner löschen!):
- Windows\Temporary Internet Files: Der Internet-Chache. Löschen Sie hier nur solche Dateien, die Sie länger als vier Wochen nicht geändert haben.
- Windows\TEMP: Ordner für temporäre Dateien. Hier können Sie alles löschen.
- Alle Ordner, "TEMP" oder "TMP" heißen: Ordner für temporäre Dateien bestimmter Programme. Auch hier können Sie alles löschen, was älter als vier Wochen ist.
Möchten Sie mit der "Datenträgerbereinigung" Ihre Festplatte aufräumen, gehen Sie so vor:
- Wählen Sie im Windows-Startmenü die Befehlsfolge "Programme, Zubehör, Systemprogramme, Datenträgerbereinigung".
- Beim Start fragt Sie die Datenträgerbereinigung, welches Laufwerk Sie aufräumen möchten. Wählen Sie zum Beispiel "Laufwerk C:".
Bevor ScanDisk seine Arbeit aufnehmen kann, müssen Sie einstellen, was das Programm alles prüfen soll. So gehen Sie dazu vor:
- Wählen Sie im Windows-Startmenü die Befehlsfolge "Programme, Zubehör, Systemprogramme, ScanDisk".
- Klicken Sie auf das Laufwerk, das Sie überprüfen möchten. Mehrere Laufwerke wählen Sie aus, indem Sie die (Shift)-Taste gedrückt halten und dann die gewünschten Laufwerke anklicken.
- Wählen Sie die Prüfart "Intensiv", damit ScanDisk auch Fehler in der Datenträgeroberfläche findet.
- Schalten Sie die Option "Fehler automatisch korrigieren" ein.
- Klicken Sie auf "Starten".
So defragmentieren Sie Ihre Festplatte
Die Festplatte Ihres PCs ist in sogenannte Cluster aufgeteilt. Stellen Sie sich einen Cluster einfach als einen Block vor, der die Daten von genau einer Datei aufnehmen kann. In der Regel fasst ein Cluster 512 Byte. Ist eine Datei größer als 512 Byte, belegt sie zwei Cluster; bei einer Größe von mehr als 1.024 Byte sind es drei Cluster usw.
Legen Sie eine neue Datei an (z.B. ein Word-Dokument), speichert Windows die Datei nicht unbedingt in zusammenhängenden Blöcken. Vielmehr wird die Datei auf Cluster verteilt, die gerade frei sind. Je häufiger Sie nun Dateien löschen (also Cluster freigeben) und neue Dateien speichern Je weiter die Cluster von Dateien über die Festplatte verteilt sind, desto stärker ist die Platte "fragmentiert". Das gefährdet zwar Ihre Daten nicht, bedeutet aber einen Geschwindigkeitsverlust: Denn öffnen Sie eine Datei, muss der Schreib-Lese-Kopf der Festplatte von Cluster zu Cluster sausen, um die Dateiblöcke einzusammeln. Dies geht umso schneller, je näher die Cluster einer Datei beieinander liegen. Starten Sie das Windows-Zubehör "Defragmentierung", das alle Datei-Cluster wieder in die richtige Reihenfolge bringt:
- Schließen Sie zunächst alle Programme. Sollte während der Defragmentierung ein Programm Daten auf Ihre Festplatte schreiben, beginnt der Prozess von Neuem!
- Starten Sie die Defragmentierung über "Start, Programme, Zubehör, Systemprogramme".
- Im Startbildschirm wählen Sie aus, welches Laufwerk Ihres PCs defragmentiert werden soll.
- Standardmäßig ist dies "Laufwerk C:". Disketten zu defragmentieren macht wenig Sinn.
- Es öffnet sich ein Dialogfenster, das Sie auch über den Fortgang der Defragmentierung informiert.
- Die Defragmentierung startet. Je nach Grad der Fragmentierung und Anzahl der auf Ihrem PC gespeicherten Dateien kann der Vorgang länger als eine Stunde dauern.
Mehr Tipps und Tricks rund um den PC finden Sie in:
Das PC-Anwender-Handbuch
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