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Kann Effizienz auf Dauer die Innovation gefährden?

Siemens rät "Innovationen sollten nach dem Zufallsprinzip umgesetzt werden". Hintergrund ist, dass Effizienz auf Dauer Innovation gefährden kann.
Innovation meist langwierig
Unternehmen entwickeln meist Innovationen an der Basis. Dadurch ist eine Abhängigkeit vom Management gegeben, die benötigten Mittel für eine Weiterentwicklung zu bekommen. Das ist mit einem Kampf verbunden, der eine politische Größe annehmen kann.
Innovation ist nicht planbar
Grundsätzlich, sagt Ulf Pillkahn in einem Interview in brand eins, seien die meisten innovativen Ideen einen Flop. Daher ist es eigentlich egal welche Ideen am Ende umgesetzt werden, denn Neuerungen sind nicht planbar.
Innovation nach dem Zufallsprinzip
Wenn man nach dem Zufallsprinzip innovative Ideen zur Umsetzung auswählen würde, dann wären interne Kämpfe ausgeschaltet. Unternehmen könnten innovativer sein und sich schneller an veränderte Marktgegebenheiten anpassen. Doch Innovation nach dem Zufallsprinzip umsetzen bedeutet auch Macht abgeben. Es wird keine konkrete Innovationsstrategie im Unternehmen verfolgt.
Die Arbeit der Innovationsmanager wäre kaum messbar und die Arbeitsschritte müssten jedes Mal neu gestaltet werden. Das kann auf Dauer ineffizient aber rentabel oder im schlimmsten Fall auch ineffizient und kostspielig für Unternehmen sein. Dieses Risiko geht kaum einer ein. Daher wachsen große Unternehmen eher durch Übernahmen und weniger durch Innovationen.
Effizienz kann Innovation ausbremsen
Daher ist es für die Überlebensfähigkeit eines Unternehmens wichtig zu erkennen, dass Effizienz Innovation ausbremsen kann. Wenn man nicht die nötige Risikobereitschaft aufbringt, sich zwischen Planung und Zufall zu bewegen, können auch keine echte Innovationen kommen. Nicht ohne Grund kommen heute die wahren Innovationen von branchenfremden Unternehmen, die sich eher an neue Themen heranwagen, statt alte zu perfektionieren.
Mein Name ist Ekaterina Arlt. Ich bin Ihre Expertin für KMU & Marketing.
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Stefan Wild
Chance favors the prepared mind
Es ist schon verwunderlich, dass große Erfindungen oft auf Zufällen basieren, sogar Viagra war ursprünglich ein Blutdrucksenker! Und es ist wohl Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet Twitter auch als Nebenprodukt entstand. Aber wird so ein Vorgehen nicht schnell als Entscheidungsschwäche ausgelegt? Obwohl es eigentlich Größe zeigt, wenn man eingesteht, dass man etwas nicht weiß und auch nicht wissen kann und deswegen aber nicht tatenlos bleiben will.
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Stefan Wagner
Twitter als Zufallsentdeckung
Es ist wohl Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet Twitter ein Zufallsprodukt ist. Ursprünglich sollte ein recht komplexes Programm entwickelt werden und die Entwickler haben sich über ein kleines Programm untereinander informiert. Daraus wurde Twitter und das andere Projekt ist gestorben (Quelle: Economist 17. Dez. 2007). Das bestätigt wohl die Theorie von mehr Zufall und weniger Effizienz.
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