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Auf Schnupfen bei Kindern reagieren

Experte: Adelheid Fangrath
Auf Schnupfen bei Kindern reagieren

Winterzeit ist Schnupfenzeit. Ständig läuft die rote Nase, die Kinder bekommen schlecht Luft, vielleicht kündigt sich auch eine Erkältung an. Wir sagen Ihnen, welche Hausmittelchen bei Schnupfen bei Kindern helfen.

Wie entsteht Schnupfen bei Kindern
Meistens verursachen  Erkältungsviren Schnupfen. Sie dringen besonders über Mund und Nase in den Körper, weil sie feuchtes Klima anzieht. In den Zellen der Nasenschleimhaut versuchen die Viren, sich zu vermehren. Der Körper wehrt sich gegen diese Eindringlinge mit Schnupfen.

Die Schleimdrüsen produzieren viel Nasenschleim, um die Viren als Sekret wieder hinauszubefördern. Das passiert beim Schnäuzen der Nasen oder beim Niesen. Gerade beim Niesen werden viele Viren in die Luft geschleudert und auf andere Menschen übertragen. Darum spricht man auch von einer Tröpfcheninfektion. 

 
 

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Verursacht Kälte Schnupfen bei Kindern?
Erkältungsviren reagieren auf Kälte sehr empfindlich. Deshalb gibt es in kalten Regionen wie der Arktis deutlich weniger Erkältungskrankheiten. In den letzten 50 Jahren konnte in wissenschaftlichen Forschungen kein direkter Zusammenhang zwischen Kälte und Erkältungskrankheiten nachgewiesen werden. Im Winter erhöht sich jedoch die Zahl der Erkältungskrankheiten. Weil sich wegen der Kälte die Menschen eher in geschlossenen Räumen aufhalten, haben die Viren es leichter sich zu verbreiten.

Allerdings weiß jede Mutter, dass ein Kind mit frisch gewaschenen Haaren sofort bei eisigen Temperaturen einen Schnupfen bekommt. Wer sich nicht gegen frostige Temperaturen schützt, kühlt aus und schwächt sein Immunsystem. Kinder, die jedoch grundsätzlich nie Mütze oder Schal tragen, sind abgehärtet. Ihr Immunsystem reagiert auf Kälte weniger anfällig.

Schnupfen und Erkältung bei Kindern vorbeugen
Kinder entwickeln erst im Lauf der Jahre eine Immunabwehr gegen Erkältungen und erkranken deshalb oft, Kleinkinder sogar bis zu zehn Mal im Jahr. Das beste Mittel gegen Schnupfen und Erkältung: Stärken Sie und Ihre Familie Ihr Immunsystem. Dann haben die Viren auch bei Ihren Kindern keine Chance.

  • Bewegung: Wenn Kinder auch im Winter viel an der frischen Luft spielen, härten sie ab und stärken gleichzeitig ihr Immunsystem. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind nicht auskühlt.
  • Ernährung: Im Winter ist eine vitaminreiche Ernährung wichtig. Obst gehört unbedingt jeden Tag auf den Speiseplan. Viel Vitamin C ist zum Beispiel in Orangen, Kiwis und Ananas enthalten. Aber auch Gemüse wie Paprika, Brokkoli und Kohl sind tolle Vitamin-C-Quellen.
  • Hände waschen: Wo sich viele Menschen aufhalten, schwirren auch viele Viren herum. Das ist allerdings kein Grund zur Panik, wenn Sie und Ihr Kind ein gesundes Immunsystem haben. Achten Sie aber darauf, dass Sie und Ihr Kind sich häufiger die Hände waschen.  

Lesen Sie auch den Artikel Erkältung bei Kindern vorbeugen.

Schnupfen bei Kindern behandeln
Schnupfen ohne Fieber ist zwar lästig aber zunächst harmlos. Da Viren die Erkältung verursachen, kann sie nicht medikamentös behandelt werden. Medikamente behandeln und lindern lediglich die Symptome. Ein Schnupfen dauert drei bis fünf Tage. Babys und Kinder leiden besonders stark, wenn sie schwer Luft bekommen. Mit diesen Tipps helfen Sie Ihrem Kind, diese Zeit zu überstehen:

  • Erleichtern Sie Ihrem Kind das Atmen. Lüften Sie regelmäßig und hängen Sie im Kinderzimmer feuchte Tücher über die Heizung.
  • Auch ein Dampfbad hilft, die Atemwege feucht zu halten. Geben Sie eine Handvoll Kamillenblüten in eine Schüssel und übergießen Sie sie mit kochendem Wasser. Ein Handtuch darüber legen und ungefähr fünf Minuten ziehen lassen. Jetzt das Kind vorsichtig den Dampf einatmen lassen. Lassen Sie Ihr Kind niemals mit dem heißen Wasser unbeaufsichtigt.
  • Ein tolles Heilmittel ist eine Nasenspülung mit Emser Salz. Lösen Sie einen Teelöffel Emser Salz in einem Glas Wasser auf. Als Alternative zur Nasenspülung träufeln Sie die Lösung mit einer Pipette in die Nase. Das mögen aber nicht alle Kinder.
  • Wenn Ihr Kind mindestens sechs Jahre alt ist, können Sie Brust und Rücken mit Erkältungsbalsam für Kinder einreiben. Falls die Haut des Kindes allergisch reagiert, tupfen Sie ätherisches Öl wie zum Beispiel Teebaumöl auf ein Taschentuch und legen es hinter das Kopfkissen. Sie können auch einen Tropfen auf die Kleidung geben.
  • Wenn Ihr Kind kein Fieber hat, ist oft ein kurzer Aufenthalt an der frischen Luft sehr wirkungsvoll. Achten Sie aber auf eine angemessene Kleidung.
  • Geben Sie Ihrem Kind viel Flüssigkeit zu trinken. Dadurch bleibt das Sekret der Nasenschleimhaut dünnflüssig.
  • Zum Schnäuzen der empfindlichen Nasen eignen sich am besten samtweiche Kosmetiktücher. Nach einmaligem Gebrauch in den Müll werfen. Cremen Sie die rot geschwollene Haut der Nase mehrmals und vor allem zur Nacht ein.
  • Nasensprays nur mit Rücksprache des Arztes einsetzen. Werden sie zu lange benutzt, schwillt die Nasenschleimhaut an.
  • Verschnupfte Kinder sind oft quengelig. Seien Sie nachsichtig und haben Sie viel Geduld. Auch Liebe und Zuwendung hilft bei der Genesung. Nehmen Sie sich viel Zeit für Ihr Kind. Kuscheln Sie sich gemütlich auf das Sofa und lesen Sie Ihm seine Lieblingsgeschichten vor.

Schnupfen bei Kindern: Richtig schnäuzen 
Auch richtig die Nase putzen will gelernt sein. Laut dem Deutschen Grünen Kreuz, der Vereinigung  zur Gesundheitsvorsorge, ist es gesünder, den Schnupfen hochzuziehen, statt kräftig auszuschnauben. Wer kräftig ausschnaubt, drückt den Schleim in die Nebenhöhlen und das Mittelohr, wo er sich dann festsetzt und entzündet. Da aber niemand ständig die Nase hochziehen möchte, wird folgende Schnäuztechnik empfohlen: Einfach ein Nasenloch nach dem anderen leeren. Beim Schnäuzen ein Nasenloch zuhalten und das Sekret vorsichtig aus dem anderen ausschnauben.

Wann müssen Kinder mit Schnupfen zum Arzt
Aus dem harmlosen Schnupfen kann leicht eine Erkältung oder Grippe werden. Wenn Ihr Kind mehr als einen Tag über 38 Grad Fieber hat oder sich sehr unwohl fühlt, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Auch wenn der Schnupfen länger als fünf Tage anhält, ist ein Arztbesuch angeraten. Der Schnupfen kann sich zu einer bakteriellen Entzündung entwickeln, die mit Medikamenten behandelt werden muss. Bei Kindern können sich zum Beispiel die Nasennebenhöhlen, Mittelohren, Mandeln oder Bronchien entzünden.

Wenn Ihr Baby durch den Schnupfen nur noch schwer atmen kann, brauchen Sie ebenfalls medizinische Hilfe.

Kindgerecht aufgearbeitete Informationen rund um das Thema Schnupfen finden Sie auf der Seite TK-Logo.

 

 
 
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