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Erziehung

Naturerlebnis in der Kindererziehung: Spielen im Freien gehört dazu

Autor: VNR-Redaktion
Naturerlebnis gehört zur Kindererziehung

Wenn die Temperaturen steigen und es grünt und blüht, wird das Außengelände vom Kindergarten oder Hort zum zweiten Gruppenraum. Kinder brauchen die Natur wie Pflanzen das Licht. Natur bietet alles, was im sicheren Heim nicht zu finden ist: Freiheit, Gefahr und Schmutz. Das Spiel im Freien ist Pflichtprogramm in der Kindererziehung.

Manche Eltern regen sich über verdreckte Kleidung ihrer Kinder auf. Einige Eltern und Erzieherinnen befürchten zu Recht gesundheitliche Gefahren, wie z.B. Smog oder Stürze vom Baum. Zudem besteht das Risiko, dass das Kind draußen, sich selbst überlassen, nicht ausreichend gefördert wird.

 

Insbesondere kann darunter die geistige Förderung der Schulanfänger leiden. Wenn Kinder eigene Gärten zum Spielen haben, ist der Wert des Spiels auf dem Außengelände vom Hort oder Kindergarten noch kritischer zu hinterfragen.

Im Kindergarten & Hort ist das Spiel im Freien noch wichtiger als zuvor
Viele Kinder leben in einer verbauten, eintönigen Asphaltwüste, die zum Spiel im Freien keinen Raum lässt. Auch dort, wo es große Gärten und Spielplätze gibt, spielen Kinder immer öfter drinnen und erleben immer seltener Natur pur.

Die Gründe sind unter anderem gefährliche Straßen, triste Spielplätze und verplante Nachmittage der Spielkameraden. Die Konkurrenz des Spiels im Freien ist die Spielzeuglandschaft Kinderzimmer, die mit multimedialer Elektronik ausgestattet ist.

Kinder üben im Freien und in der freien Natur andere Tätigkeiten aus als drinnen und sie bewegen sich mehr. Das heißt, vielen Kindern fehlen wichtige Erfahrungen, die nur das Spiel im Freien bieten kann. Dieses Fehlen der Erfahrungen wirkt sich auf die Entwicklung aus. Wissenschaftler sehen einen engen Zusammenhang zwischen dieser Situation und Bewegungsmangel, Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsschwierigkeiten.

Die langfristigen Konsequenzen reichen von Fettleibigkeit bis zur Lernleistungsschwäche, die oft schon im Kindergarten oder Hort beginnt. Das Fehlen von Erfahrungen bedeutet auch, dass viele Kinder Gefahren nicht erkennen und nicht gelernt haben, damit umzugehen.

Erst in den letzten Jahren wurde der hohe Wert des Spiels im Freien bestätigt. Voraussetzung ist aber, dass das Kind draußen viele und vor allem unterschiedliche Aktivitäten ausführen kann. Denn es gilt:

Je mehr und unterschiedlichere Tätigkeiten das Kind im Freien ausüben kann, desto wertvoller wird das Außengelände von Kindergarten oder Hort.
 

 
 
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