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Tauchen im Süßwasser

Tauchen im Süßwasser stellt andere Anforderungen an den Taucher. Hauptunterschied ist die in der Regel geringere Temperatur. Aber auch die geringeren Sichtweiten sind nicht jedermanns Sache.
Rund 71% der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, dessen Volumen ca. 1,4 Milliarden Kubikkilometer beträgt. Ca. 3% davon bestehen aus Süßwasser. Hieraus wiederum sind ca. 90% aus Schnee und Eis, vorwiegend gebunden in der Antarktis.
Das bedeutet, das nur ca. in 0,3% der gesamten auf der Erdoberfläche zur Verfügung stehenden Wassermenge flüssiges Süßwasser vorhanden ist. Davon ist nicht alles sichtbares Oberflächenwasser (z. B. Grundwasser im durchlässigen Untergrund).
Daraus schließen, dass nur 0,3% aller durchgeführten Tauchgänge im Süßwasser durchgeführt werden, kann man allerdings nicht.
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Umweltgerechtes Tauchen
Seen, Steinbrüche oder Quellen bieten sich ebenso gut zum Tauchen an wie Flüsse und Bergseen, wenn der Weg zum Meer zu weit ist. Heimische Gewässer stellen jedoch nicht selten ein fragiles Ökosystem dar, welches von Tauchern empfindlich gestört werden kann. So bestimmt schon die Größe der Tauchgruppe die Auswahl des Gewässers. Ein kleiner See kann durch die Invasion von Tauchern stark in Mitleidenschaft gezogen werden.
Eine umfangreiche Planung des Tauchganges ist daher unabdingbar:
- Tauchgenehmigung (oftmals erforderlich)
- Umweltschonende Anfahrt (Fahrgemeinschaften)
- Benutzen von befestigten Wegen und Parkplätzen
- Kompressorbenutzung in der freien Natur vermeiden
- Rücksichtnahme auf andere Seebenutzer
- Benutzung von befestigten Einstiegen
- Fernbleiben der Ufervegetation (Brutstätten)
- Beim Tauchgang Bodenkontaktvermeiden, keine Sedimente aufwirbeln
Besondere Tauchbedingungen
Süßwasser hat eine geringere Dichte wie Salzwasser, der Taucher hat also weniger Auftrieb, so dass er bei gleicher Ausrüstung weniger Blei wie im Salzwasser benötigt.
Die Wassertemperaturen sind in der Regel auch wesentlich geringer wie im Meer. Daher ist hier für einen ausreichenden Wärmeschutz zu sorgen.
In einem gesunden, tiefen See beträgt die Temperatur am Grund ganzjährig 4°C, das Temperaturgefälle kann von der Wasseroberfläche durch Sprungschichten drastisch sein. Ein Vereisen des Atemreglers muss hier in Betracht gezogen werden, redundante Systeme erhöhen den Sicherheitsaspekt ganz beträchtlich.

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