Ganz in Neopren

26.08.10 | Text: Sabine Olthof
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Veröffentlicht in: Allgemeines

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit sieben kleinen Enten im Schlepp will die Kinderbuchautorin Pia Maria Witt (Zeppi-Rotnase) in Begleitung des Dokumentarfilmers Wilfried Arnold von Kassel aus 485 Kilometer weit bis nach Bremerhaven an der Nordseeküste schwimmen. Warum? Ich weiß es nicht. Die Enten wohl auch nicht. Enten stellen bekanntlich keine Fragen.

Die blonde junge und Sängerin (Homepage: “Musik ist das Leuchten in meiner Seele”) sagt uns, sie wolle sich mit dem Trip einen Traum erfüllen. 10 bis 15 Kilometer will sie sich mit ihrem Partner täglich in Neoprenanzügen in Richtung Nordsee bewegen; im September hoffen beide, anzukommen.

Allerdings: Für die von ihr persönlich per Hand aufgezogenen jungen Enten ist die lange Schwimmtour bis zu Nordsee eigentlich zu viel. Deren Gene sind nämlich nicht für die lange Strecke ausgelegt. Von Natur aus ist diese Art von Enten allenfalls vorgesehen für ein bescheidenes lokales Dasein im Teich hinterm Bauernhof mit viel Entengrütze – und danach; Sie wissen ja…. Außerdem haben die Entchen erst vor Kurzem in einem Intensivkurs bei ihrer Ziehmutter Pia Maria das Schwimmen gelernt. Sie können sich daher konditionell allenfalls zwei bis drei Stunden über Wasser halten und werden den Rest der Strecke gefahren.

Aber der Beweis, dass Enten schwimmen können, sollte ohnehin nicht mit dem “Traum” der fotogenen, langhaarigen Pia Maria erbracht werden. Es geht beim Entenausflug in wissenschaftlicher Hinsicht absolut um nichts. Es sei denn um Gefühle: Blond, schön und “alle meine Entchen” sind einfach immer zum Knuddeln niedlich. Viele gute Fotos gibt die Story allemal her. So kommt man garantiert in die Zeitung und ins und muss dafür nicht einmal eine einzige ordentliche Zeile als Autor schreiben. Und im “Guinness Buch der Rekorde” wird sich gewiss auch noch Plätzchen finden lassen – bis eine andere blonde Kinder- oder Kochbuchautorin mit 8 Enten oder wohlmöglich einem ganzen Streichelzoo im Schlepp 486 Kilometer bis zur Nordsee schwimmt.

Ich hoffe nur, dass auf diese Weise nicht eines Tages unsere komplette Kultur im Land der Dichter und Denker baden gehen wird. Stellen Sie sich bitte nur einmal ganz kurz vor: Thomas Mann im Neoprenanzug in der Lübecker Bucht auf Promotiontour für die “Buddenbrooks. Einfach cool – oder doch eher etwas nur zum Schütteln? 

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Restwoche!

Ihre

Sabine Olthof
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG

Koffer packen und weiterwandern!

25.08.10 | Text: Sabine Olthof
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Veröffentlicht in: Allgemeines, Familie & Erziehung, Lernen & Wissen

Liebe Leserin, lieber Leser,

in ihrer 700-jährigen Geschichte waren die immer eine , die verschiedene Formen von Diffamierung und bis hin zur ertragen musste. Viele Vorurteile halten sich bis heute hartnäckig.

Angesichts der neuen Wendungen in Europa – Nicolas Sarkozy erklärte den im Juli den „Krieg“, Finnland räumte vor wenigen Wochen illegale Zeltlager und Dänemark hat 23 ausgewiesen – finde ich es sinnvoll sich mit dieser mal näher zu beschäftigen. Wissen Sie woher die eigentlich kommen? Welche Sprache sie sprechen?

Als werden eine Reihe ethnisch miteinander verwandter, ursprünglich aus Indien stammender Bevölkerungsgruppen bezeichnet. In mehreren Migrationsschüben kamen sie im 14. Jahrhundert über Vorderasien nach Nordafrika, Europa und später nach Amerika und Australien. Ihre Sprache ist òi èhib, die verwandt mit dem Sanskrit ist.

Die dieser zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Immer wieder stand dieVerfolgung im Zeichen von „ethnischen Säuberungen“. In jüngster Zeit verwenden europäische populistische Politiker Klischees und Schlagwörter, wie „Überschwemmung“, um die Abschiebung zu rechtfertigen.

Frankreich hat letzten Donnerstag mit der Abschiebung hunderter in ihre Heimatländer begonnen. Präsident Sarkozy rechtfertigt diese Abschiebung mit mehreren Gewaltausbrüchen in Frankreich, in die verwickelt waren. Die Menschenrechtsorganisation hält diese Reaktion für unverhältnismäßig und weist auf den allgemeinen Trend in Europa beim Umgang mit den hin.

Die Wiege der europäischen Abschiebepraxis steht allerdings in Italien, denn Ministerpräsident Berlusconi lies 2008 den „nationalen Sicherheitsnotstand“ ausrufen und wies Tausende in ihre Heimatländer aus. Schon damals zeigte sich, dass diese kurz nach der Ausweisung die Reise Richtung Westen antreten.Die , die aus Bulgarien und Rumänien stammen, können sich nämlich seit dem EU-Beitritt der beiden Länder frei in Europa bewegen. Nur eine in einigen EU-Ländern geltenden Übergangsbestimmung bereitet ihnen größere Probleme, denn sie müssen innerhalb von drei Monaten eine reguläre Arbeit finden. Jedoch finden die meisten nicht eine solche Arbeit und dann droht erneut die Abschiebung.

Doch warum verlassen die meisten ihre Heimatländer? Die wurden in Europa häufig als fahrendes Volk bezeichnet, aber die Abwanderung aus der Heimat hat heute ganz andere Ursachen als damals. Denn die Lebensbedingungen in den osteuropäischen Heimatländern sind oft unerträglich. Die der ist dort an der Tagesordnung und eskaliert nicht selten in Gewaltexzessen.

Sich illegal im westlichen Europa aufzuhalten, ist daher für die meisten erträglicher, als die erbärmlichen Verhältnisse in der Heimat. Ein Beispiel für die Verhältnisse in den Heimatländern ist der ist, dass -Kinder in Tschechien und der Slowakei in die schulen für geistig Behinderte abgeschoben werden. Auch wenn der  Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Tschechien deswegen 2007 verurteilt hat, hat sich an dem Alltag der -Kinder nichts verändert.

Die Abschiebung in den Kosovo ist besonders zweifelhaft, denn hier fehlt es nicht nur an Unterkünften und Arbeit, sondern hier ist auch die Sicherheit der gefährdet. Daher hat Deutschland ein Abkommen zur Rücknahme der Flüchtlinge aus dem Kosovo unterzeichnet.

Was halten Sie von dieser Abschiebepraxis?

Ich wünsche Ihnen eine angenheme Woche!

Ihre

Sabine Olthof
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG

 

Mein Geld – dein Geld

25.08.10 | Text: Sabine Olthof
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Veröffentlicht in: Allgemeines, Beruf & Karriere, Familie & Erziehung, Lernen & Wissen

Liebe Leserin, lieber Leser,

die persönlichen Vorlieben Ihres Partners bekommen Sie meist schnell heraus. Zum Beispiel: Sport, Tanzen, Auto & Bike, Shoppen, Kunstliebhaber, Hobbykoch, Familienmensch usw. Aber denken Sie mal nach, wie lange hat es gedauert, bis Sie seine/ihre finanziellen “Vorlieben” erkannt haben? Wenn Sie sich Hals über Kopf verlieben, dann reden Sie über die Liebe oder gemeinsame Hobbys und irgendwann auch über die Zukunft – aber über zuallererst wohl kaum; also über Investmentfonds, Sparbücher oder Versicherungen.

Eine kann aber auf Dauer nur gut funktionieren, wenn Sie auch ihre Geldangelegenheiten ganz prosaisch offen bereden. Sicherlich ist am Anfang einer kein absolutes Tabuthema; aber in aller Regel eben für die Beteiligten nicht so prickelnd. Über spricht man ungern.

Nicht nur Eheberater wissen indessen, dass der ultimative “Honeymoon”
irgendwann verblassen und es selbst in der besten auch einmal knirschen kann; dann oft beim . Die Beraterpraxis zeigt: Die meisten Konflikte um entzünden sich oberflächlich bei irgendwelchen Geldausgaben. In der Luxusversion heißen die Streitfragen dann zum
Beispiel: “Müssen es wirklich 2 Paar Schuhe sein auf einen Schlag?”
Oder. “Warum braucht dein Bike jetzt schon wieder den neuen verchromten Tank?” Es gibt auch viel profanere Anlässe, um sich über weniger zu streiten.

Psychologen sagen, tatsächlich hätten solche Streitereien in zahlreichen Fällen nichts mit der eigentlichen Geldausgabe zu tun. werde nur als Stellvertreter in der Argumentation benutzt. Wir streiten uns vordergründig über Ausgaben, sind aber tatsächlich verletzt, weil der Partner an anderer Stelle die Erwartungen nicht erfüllt. Über Euro und Cent lässt sich eben leichter sprechen als über verletzte Gefühle, über Angst, Sorge, Liebe, Zuneigung. Sie sollten indessen nie als Ventil bei Verletzungen benutzen. Wenn Sie verletzt sind, sagen Sie das Ihrem Partner und sagen Sie ihm nicht, dass er weniger ausgeben sollte.

Banken behaupten gerne, sei Vertrauenssache. Im Zusammenhang mit Banken würde ich nach den schlechten Erfahrungen in jüngerer Vergangenheit eher andere Bewertungsmaßstäbe zur Grundlage für Geschäfte machen. Aber in einer muss in Geldangelegenheiten unbedingt Vertrauen herrschen. In anderen Dingen vertrauen Sie sich doch auch. Sie teilen ihr Leben, Ihr Bett, Ihren Alltag miteinander. Was spricht dagegen, das beim gemeinsamen Konto zu tun, sofern Sie beide nicht genug verdienen, um getrennte Konten zu führen. Wenn Sie in größeren Vermögensangelegenheiten auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt  es sich zur gegenseitigen Absicherung bei Trennung ein Ehe- oder Partnerschaftsvertrag, den es übrigens auch für unverheiratete Paare gibt.

Was halten Sie von einem gemeinsamen Konto? Macht es Sinn, das -Risiko bewusst gemeinsam zu tragen, oder erscheint Ihnen eine getrennte Buchführung von Anfang an richtig?

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Wochenmitte!

Ihre

Sabine Olthof
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG