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Angela Merkels erste Arbeitswoche oder: So erledigen Sie wichtige Dinge

20.08.10 | Text: Wera Nägler
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Veröffentlicht in: Büroorganisation

Liebe Leserin, lieber Leser,

unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel beendet heute ihre erste Arbeitswoche nach dem wohlverdienten Sommerurlaub. Empfangen wurde sie von Themen wie Laufzeit der Atomkraftwerke, Sicherheitsverwahrung oder dem Umbau der Bundeswehr – zumindest ist das der Presse zu entnehmen. All das sind keine Routineaufgaben des Tagesgeschäfts. Und sicher sind sie nicht an einem Nachmittag zu erledigen. Das bringt mich zu der Frage: Wenn Ihr Urlaub jetzt ebenfalls vorbei ist, welche Themen stellen für Sie die Herausforderung in “Teil 2″ des Jahres 2010 dar?

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den Blick nicht nur auf das Tagesgeschäft zu lenken. Dies ist eine gute Gelegenheit, sich die eigenen Jahresziele noch einmal zu vergegenwärtigen. Denn jetzt können Sie noch die Schritte einleiten, verstärken oder korrigieren, die Sie Ihre erreichen lassen. Vor allem die , die Ihnen persönlich wichtig sind.

Doch das Tagesgeschäft und der viele “Kleinkram” im Arbeitsablauf fesseln einen Großteil der Energie und . Denn immer schwingt das Attribut “dringend” mit. Wahrscheinlich wissen Sie, was passiert, wenn Sie nur auf “Dringendes” reagieren: Sie sind mit Sicherheit immer beschäftigt, haben aber oft das unbefriedigende Gefühl, nicht zum wirklich “Wichtigen” gekommen zu sein. Denn das wirklich Wichtige ist das, was Sie zufrieden macht. “Wichtiges” sind die Projekte, bei denen Sie das Gefühl haben, Ihre und Energie sinnvoll genutzt zu haben. Doch immer wieder passiert es uns, dass wir das “Wichtige” von dem “Dringenden” an die Seite drängen lassen und uns im klein-klein verlieren. Wie aber kommt das?

Wichtige Dinge sind oft nicht dringend, haben keinen festen oder von außen vorgegebenen Termin. Sie sind oft nicht an einem halben Tag erledigt. Und gerade deshalb ist es so schwierig, die wichtigen Aufgaben und Herausforderungen im Blick zu behalten. Da hilft nur eins: terminieren. Tragen Sie sich feste für diese Aufgaben ein und schenken Sie ihnen die , wenn Sie besonders konzentriert sind. Terminieren Sie solche Aufgaben nicht in Ihr persönliches Leistungstief, z. B. nach dem Mittagessen. Arbeiten Sie jeden Tag zumindest ein Stückchen an Ihrem persönlichen wichtigen Projekt. Dann werden Sie zu dem gewünschten Ergebnis kommen. Und es stellt sich das Gefühl ein, die eigene Lebenszeit gut zu nutzen.

In meinen Trainings schicke ich an dieser Stelle meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einige nach draußen. Vorher haben Sie auf einer postkartengroßen Karte ihr wesentliches Projekt beschrieben. Ganz oben steht ein aussagekräftiger “Filmtitel”, darunter die Beschreibung und die , die man investieren möchte. Dann gehen alle nach draußen und suchen sich einen Gegenstand, den Sie als Symbol für Ihre Aufgabe mitnehmen. Dieser Platzhalter soll sie jeden Tag daran erinnern, dass Sie neben dem Tagesgeschäft auch und Energie für etwas Wichtiges einsetzen.

Wie sind Ihre Erfahrungen, Anregungen oder auch Fragen zum Tagesgeschäft oder den wichtigen Dingen, die Sie gerne angehen würden? Manchmal sind es die ganz kleinen Kniffe und Tricks. Diskutieren Sie mit uns hier im VNR.de-Blog.

Viel Spaß und gute Ideen wünscht Ihnen

Ihre

Wera Nägler
VNR.de-Expertin für

Kostenfreier Ratgeber “10 Praxistipps – Wie sichere ich meine Daten?”

13.08.10 | Text: Wera Nägler
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Veröffentlicht in: Büroorganisation, Computer

Liebe Leserin, lieber Leser,

ist und bleibt ein wichtiges Thema in Unternehmen. Und zwar unabhängig von der Größe und der zu sichernden Datenmenge. Selbst für den “kleinen Selbstständigen” sind die Folgen einer defekten Festplatte oder eines Wasserschadens verheerend. Ein neuer Ratgeber ist brandaktuell in diesem Monat online gestellt worden: “10 Praxistipps – Wie sichere ich meine ?”. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat das Projekt gefördert. Realisiert wurde der Ratgeber im Rahmen des Verbundprojekts “Sichere E-Geschäftsprozesse in KMU und Handwerk” des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG).

Der Ratgeber steht dabei ganz im Zeichen des Mottos “Aus der Praxis für die Praxis” rund um Themen der IT-Sicherheit. Berücksichtigt wurden dabei Erfahrungen aus kleinen und mittleren Unternehmen sowie Handwerksbetrieben, die bereits eine sachgerechte umgesetzt haben. Der Ratgeber entstand in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und zeichnet sich durch eine gute  Verständlichkeit und hohe Praxisnähe aus. Viele der kurz und knackig beschriebenen Tipps werden Sie oder Ihr Unternehmen sicher bereits berücksichtigen. Eine auf Sie zugeschnittene Beratung will und kann die Kurzdarstellung natürlich nicht leisten. Aber Sie erkennen zumindest sofort, ob Sie sich entspannt zurücklehnen können oder wo noch Handlungsbedarf besteht.

Eine der wichtigsten Grundlagen zum Thema aus meiner Sicht ist der Tipp Nr. 10 aus dem kleinen Ratgeber zu der Frage “Was ist keine ?”. Die Antwort: “Die sind nicht ausreichend gesichert, wenn Sie sie einfach nur auf dieselbe Festplatte in ein anderes Verzeichnis kopieren oder auf eine andere interne Platte. Ebenso wenig reicht das Speichern von auf einem Server oder der Einsatz von gespiegelten Platten (z.B. RAID). Tipp 10: Das Medium, auf das die gesichert werden, sollte physikalisch von der IT-Infrastruktur abgekoppelt werden (z.B. Speicherband herausnehmen, USB-Stick abzie¬hen, CD aus dem Laufwerk nehmen, Verbin-dung zur externen Festplatte trennen).”

Sie würden gern noch etwas mehr lesen? Vielleicht werden Sie fündig in meiner vierteiligen Artikelserie zur Datensicherung. Darin beschreibe ich unter anderem die Möglichkeiten der internen Wiederherstellung, interne und externe , Lebensdauer von Speichermedien sowie Fragen an Sie, mit denen Sie Ihren Bedarf an klären können. Oder Sie werden in diesem Artikel von mir fündig: “Datenverlust: Wie gut sind Sie gesichert?”

Wie sieht es mit Ihrer aus? Haben Sie schon mal einen echten -Crash durchgemacht? , E-Mails, Adressen, Software und die Einstellungen – ist bei Ihnen alles gesichert? Oder kommt in Ihrem im “Fall des Falles” alles zum Erliegen? Oder ist die ganze Aufregung rund um das Thema nur eine große Panik- und Geschäftemacherei? Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen und Ihre Meinung in unserem Blog.

Viel Spaß und gute Ideen wünscht Ihnen

Ihre

Wera Nägler
Expertin für

“Ich habe jetzt keine Zeit” – dürfen Sie das sagen?

06.08.10 | Text: Wera Nägler
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Veröffentlicht in: Büroorganisation

Liebe Leserin, liebe Leser,

Unterbrechungen bei der Arbeit sind etwas, das fast alle Büromenschen von ihren Kunden, Lieferanten oder Interessenten kennen. Meine Antwort auf Klagen über diese Unterbrechungen ist ziemlich handfest: “Das sind keine Unterbrechungen, es ist Ihr Job, sich um diese Anliegen zu kümmern. Der ‘störende’ Kunde sichert Ihren Job. Punkt.” Bei Kolleginnen und Kollegen, die während der Arbeit für Unterbrechungen sorgen, ist das nicht so eindeutig.

Viele kennen es, dass schon wieder der hilflose Kollege vor einem steht mit einem “Kannst du mir noch mal helfen?” oder “Kannst du mir mal eben sagen …?”. Das jedoch reißt einen aus der Aufgabe heraus. Es kostet und Nerven, um anschließend den Faden wieder aufzugreifen. Und manchmal sind die guten Einfälle nach der x-ten Unterbrechung ins Nirgendwo verschwunden und der Energiepegel ist plötzlich auf “Null”. Wie also kann man es schaffen, seiner Arbeitsplanung zu folgen, ohne die Kolleginnen und Kollegen vor den Kopf zu stoßen?

Eine Disziplinierungshilfe ist die Tagesliste. Wenn Sie die zum Arbeitsstart erstellen – mit Priorität und ungefährem Zeitbedarf – haben Sie einen “roten Faden” für den Tag. Sie sind so weniger ablenkbar – das diszipliniert nach “innen”, also Sie selbst. Und Sie können leichter eine Ablehnung aussprechen, wenn Sie auf Ihre Liste zeigen. Dann brauchen Sie weniger Worte und keine Rechtfertigung. Für mich und viele meiner Seminarteilnehmer hat sich diese Formulierung bewährt: “Du siehst, wie viel für mich noch abzuarbeiten ist. Sprich mich doch bitte gegen 15 Uhr nochmals an.” Oder auch: “Du siehst, wie viel für mich noch abzuarbeiten ist. Aber gegen 15 Uhr nehme ich mir gern für dich, ich trage es mir gleich ein, okay?”. Eine andere Variante ist: “Ich möchte auf jeden Fall jetzt den Bericht fertig stellen. Das hat jetzt Vorrang.”

Trotz anfänglicher Skepsis bewährt sich auch vielen “Normal-Büromenschen” (also nicht nur bei Führungskräften) ein Schild an der Tür “Bitte nicht stören, gern wieder ab 15 Uhr.” Sie können mit Kollegen und Kolleginnen zusätzliche Absprachen treffen, dass eine angelehnte Tür bedeutet “Bitte nur im Notfall/ganz dringenden Fällen stören.”

Meine Lieblingsempfehlung für eine Abteilung oder ein Team: Vereinbaren Sie eine Ampelregelung. Rot heißt: bitte nicht stören. Gelb heißt: nur in dringenden Fällen. Grün heißt: ich bin ansprechbar. Das kann durch Fahnen, Kugeln oder Stifte in der jeweiligen Farbe signalisiert werden. Ein Team hat sich aus Pappe eigene Ampeln mit Schieber gebastelt. Wieder andere Teams vereinfachen dies, indem eine rote Fahne aufgestellt wird. Fehlt sie, signalisiert dies die Gesprächsbereitschaft. Wohl bemerkt: Dies gilt für den Kollegenkreis, nicht für Kunden und externe Besucher.

Störungen im Kollegenkreis entspringen manchmal aber auch dem unbewussten Wunsch, sich des Zusammenhalts zu vergewissern und den Kontakt zueinander nicht zu verlieren. Denn dann verlieren wir auch ein Stück wertvoller Lebenszeit, wenn wir die Arbeit und Kollegen nur noch funktionalisieren. Es geht also um die Balance zwischen Beziehungspflege einerseits und dem Tagespensum andererseits. Wie schaffen Sie diese Balance? “Dürfen” Sie “nein, jetzt nicht” zu Kolleginnen oder Kollegen sagen? Oder fühlen Sie sich selbst dann irgendwie “schlecht”? Oder werden Sie sogar von anderen schief angesehen, wenn Sie die Priorität auf die Arbeit statt auf den Menschen legen? Ich bin gespannt, wie es in Ihrem “zugeht” und ob und wie Sie die Balance finden. Schreiben Sie mir!

Viel Spaß und gute Ideen wünscht Ihnen

Ihre

Wera Nägler