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Arbeitsklima nein danke?

12.03.10 | Text: Wera Nägler
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Veröffentlicht in: Büroorganisation, Unternehmen

Liebe Leserin, lieber Leser,

“Abends bin ich immer richtig erleichtert, wenn ich aus dem Büro rauskomme. Den ganzen Tag nur Gemeckere, schlechte Laune und Hektik.” Die Teilnehmerin, die mir dies einmal in einem Seminar erzählte, war wirklich nicht zu beneiden. Denn das Arbeitsklima war offensichtlich sehr schlecht. Dabei verbringen wir oft mehr Zeit im Büro mit den Kollegen und Kolleginnen als zu Hause und mit Freunden. In einigen Unternehmen herrscht ein gutes Betriebsklima, in anderen Betrieben hingegen fühlt man sich sogar als Besucher unwohl.

Sicherlich, es gibt einige Bedingungen, auf die Sie als “kleines Rädchen im Getriebe” keinen oder nur geringen Einfluss haben. Denn manchmal liegt es am Verhalten der Vorgesetzten, an der Arbeitsorganisation oder den Arbeitsbedingungen, wenn das Betriebsklima nicht stimmt. Manchmal liegt es an der Art der Kommunikation (oder Nicht-Kommunikation) und an der Informationspolitik (oder das Fehlen derselben). Dabei ist ein gutes Betriebsklima nicht nur aus menschlicher Sicht wichtig. Denn die Produktivität leidet in erheblichem Maße unter einem schlechten Betriebsklima. Der Kunde steht weniger im Zentrum, wenn alle mit internen Problemen beschäftigt sind, und oft ist eine hohe Personalfluktuation zu beobachten. Doch was, wenn Sie nicht gehen wollen oder können? Können Sie allein überhaupt etwas bewirken?

In besagtem Seminar unterhielten wir uns in der Mittagspause darüber und alle waren sich einig: Als Chef hätte man natürlich mehr Einfluss, um ein schlechtes Arbeitsklima zu verbessern. Aber auch als einzelnes kleines Rädchen könne man anfangen, etwas für ein gutes Arbeitsklima zu tun. Dabei kamen einige Ideen zusammen bzw. es wurde deutlich, was Einzelne oft ganz selbstverständlich tun. Und heraus kommt ein eher angenehmes und wertschätzendes Miteinander.

Hier einige Gedanken, die geäußert wurden: Man sollte nicht lästern, schon gar nicht hinter dem Rücken anderer. Und nicht nur nicht lästern, sondern aktiv gegen Lästern vorgehen: “Ich finde es nicht gut, dass du jetzt so über xy sprichst, kläre da doch mit ihr direkt.” war ein Vorschlag. Dann wurde Hilfsbereitschaft genannt. Beispielsweise einem überlasteten Kollegen auch mal aktiv Unterstützung anbieten. Verständnis zeigen, wenn jemand unter Druck und Stress steht und vielleicht nicht immer den rechten Ton trifft; also nicht jedes Wort auf die berühmte Goldwaage zu legen. Andere Teilnehmerinnen waren der Meinung, es fange bereits damit an, dass man an Geburtstage denke oder sich auch für private Dinge im Leben des anderen interessieren würde.

Wie sieht es in Ihrem Unternehmen in Sachen Arbeitsklima aus? Gibt es in Schulnoten eine gute “2″ oder gerade noch eine “4″? Haben sich bei Ihnen schon alle von dem Wunsch nach einem angenehmen Arbeitsklima verabschiedet und geben die Note “5″? Oder was läuft bei Ihnen, dass Sie sogar die “1″ zücken? Ergänzen Sie im VNR-Blog jetzt gleich meine Liste für die guten Beispiele. Oder wenn Sie Spaß haben, eröffnen Sie doch eine Negativliste, damit wir alle wissen, was wir unterlassen sollten, damit ein gutes Betriebsklima kein Wunschdenken bleibt.

Viel Spaß und gute Ideen wünscht Ihnen

Ihre

Wera Nägler
VNR.de-Expertin für Büroorganisation

CeBIT 2010 – ist “to go” wirklich für alle die Lösung?

05.03.10 | Text: Wera Nägler
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Veröffentlicht in: Büroorganisation

Liebe Leserin, lieber Leser,

verfolgen Sie auch gerade neueste Entwicklungen und Trends bei der CeBit? Da wird über Netbooks, Apps, USB 3.0, Cloud-Dienste, Monitore und Notebooks mit 3-D-fähigen Displays und Computer-Tablets berichtet. Es geht um Firmenlösungen und nach wie vor um das Büro der Zukunft. Alle diese Entwicklungen sollen helfen, unsere Aufgaben zukünftig besser und komfortabler zu erledigen. Mobile Alleskönner und virtuelle Konferenzlösungen sollen entschlanken und unsere Flexibilität erhöhen. Vor allem sollen die Kommunikation und die Erreichbarkeit verbessert werden.

Wer einen stationären PC statt Notebook braucht und mehr oder weniger alle Aufgaben im Büro abwickelt, für den sind einige der vielbejubelten technischen Errungenschaften oft uninteressant. Klar, auch die Sekretärin oder der Buchhalter brauchen PC, Telefon und einen (elektronischen) Kalender. Aber nichts davon muss zwingend “to go” sein, wie ich immer sage. Für Berater und Außendienstmitarbeiterinnen wiederum ist die neue Technik oft unabdingbar. Denn dadurch sind sie räumlich flexibel und zugleich erreichbar und informiert. Und es ist zeitsparend, wenn am Ende des Vor-Ort-Tages im Zug die Mails abgearbeitet werden können, so dass der wohlverdiente Feierabend früher erfolgt. Einen weiteren Anspruch formulierte ein Teilnehmer in einem meiner Trainings: “Wenn ich unterwegs einen Termin abspreche und meine Sekretärin im Büro auch eine Besprechung vereinbart, darf eine evtl. Doppelbelegung nicht erst am nächsten Morgen auffliegen!”

Wie ist das bei Ihnen? Sind Sie von Natur aus ein bisschen “technik-verrückt” und hätten die vielen kleinen und großen Spielzeuge gern jetzt und sofort in den Händen? Sind Sie aufgrund Ihrer Tätigkeit eher der “mobile” oder der “stationäre” Arbeitstyp? Brauchen Sie Mails, Briefe und Aufgaben in der Version “to go” und alles passt in Ihre Aktentasche? Oder sind ein stationärer Computer, Schnurtelefon und ein Papierkalender optimal für Ihre Büroarbeit? Oder sind Sie von beidem ein bisschen, eben ein echter “Mischtyp”? Wie ist Ihr Bedarf an “schneller-höher-weiter-Technologie”? Könnte die CeBIT für Sie auch getrost ausfallen? Oder warten Sie nur auf den Startschuss, um Ihr Equipment zu verbessern?

Viel Spaß und gute Ideen beim Lesen
wünscht Ihnen

Ihre Wera Nägler
Expertin für Büroorganisation

Hightech-Fasten – tun Sie’s auch gerade?

25.02.10 | Text: Wera Nägler
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Veröffentlicht in: Büroorganisation

Liebe Leserin, lieber Leser,

zwischen Aschermittwoch und Ostern ist klassische Fastenzeit – fasten Sie eigentlich auch gerade? Merkwürdige Frage beim Thema Büroorganisation, denken Sie sich? Sie haben Recht. Aber ich meine mit meiner Frage nicht das klassische Fasten mit Wasser und Obst. Viele Menschen nutzen die Fastenzeit, um bewusst zu verzichten. Sie verzichten in dieser Zeit auf Süßes oder auf Alkohol, verzichten aufs Rauchen oder Fleisch. Immer mehr in “Mode” kommt aber auch das “Technik-Fasten”.

Und da habe ich eine interessante Studie der Krankenkasse DAK entdeckt: Immerhin jeder Vierte kann sich nach der Umfrage vom Februar 2010 vorstellen, Computer und Internet während der siebenwöchigen Fastenzeit komplett ausfallen zu lassen. Die Befragten versprechen sich davon eine “mentale” Entschlackung.

Damit ist der Hightech-Verzicht schon auf Platz 6 vorgerutscht; hier die ersten Plätze: Denkbar wäre der Verzicht auf Alkohol für 64 Prozent der Befragten, Süßigkeiten 59 Prozent, 39 Prozent würden aufs Rauchen verzichten, 37 Prozent auf Fleisch, 32 Prozent könnten sich vorstellen, aufs Fernsehen zu verzichten und 23 Prozent würden den Computer bzw. das Internet auslassen.

Die Technik-Abstinenz scheint dabei im Trend zu liegen. Der Online-Journalist Kirby Ferguson beispielsweise hat für seine Fastenzeit freiwillig festgelegt: Erlaubt sind maximal eine halbe Stunde E-Mails und ein Facebook-Eintrag pro Tag. Das Surfen im Internet hat er für sich auf “0″ festgelegt, also völlige Abstinenz. Wie finden Sie das? Wäre das eine Aktion, die Sie aus Überzeugung so oder ähnlich auch für sich festlegen würden?

Die evangelische Kirche wirbt ebenfalls dafür, auf Technik zu verzichten. Sie meint damit, während der Fastenzeit die Gemeinschaft abseits von E-Mail und SMS neu zu entdecken. Wäre das etwas für Sie? Ich weiß nicht, ob die Kirche sich das so gedacht hat, doch mir würde zur Umsetzung einfallen: Den Kollegen eine Etage höher in seinem Büro aufsuchen, statt eine Mail zu senden.

Jetzt bin ich wirklich gespannt, was Sie von der Hightech-Abstinenz halten: Völliger Unfug, “modischer Schnickschnack” oder ein guter Anlass, bewusst mit sich und seinen Mitmenschen umzugehen? Was meinen Sie? Oder vielleicht auch: Was machen Sie? Ich freue mich, wenn wir uns hier zum Meinungsaustausch treffen.

Viel Spaß und gute Ideen wünscht Ihnen

Ihre

Wera Nägler
VNR.de-Expertin für Büroorganisation


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