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| Überschrift: | Mein Mann das Chamäleon |
|---|---|
| Datum: | 27.07.2009 |
| Artikel: | Umgehen mit einem Choleriker |
| Bisherige Bewertung: |
Liebe gleichgesinnte Leidensgenosse und Genossinnen, liebe bemitleidenswerte Choleriker! Seit 16 Jahren teile ich mein Leben mit einem Chamäleon - meinem liebenswerten cholerischen Ehemann. Wir haben 6 Kinder in unserer besten Zeit fabriziert, die Beziehung war immer voll Power in allen Lebenslagen. Im Laufe der Jahre hat sich aber einiges geändert. Bereits zu Anfang unserer Beziehung kam ich seine agressiven Charakterzüge bei einer unerwarteten Antwort oder Meinungsverschiedenheit zu spüren. Seine Reaktionen waren vielfälltig: vom umgerissenen Mittagstisch bis hin zu persnlichen Angriffen und verbalen Verletzungen mit tiefen Wunden. Die ersten Jahre war er über seine Reaktionen selbst negativ berrascht und bereute schnell und bitter jeden bergriff. Allerdings hat sich das gendert. Er hat viel erreicht im Leben und hat inzwischen seinen zweiten Charaktermakel gepflegt: er ist auch noch ein Workaholic! Und das zu 100%. Wir, die Familie, die Kinder leiden unter alledem. Schon oft hatte ich an Scheidung gedacht, trotz tiefer Liebe zu meinem Mann. Er erwartet viel und kann nicht sehen, wenn einer nichts tut oder auf dem Sofa ruht, obwohl wir alle viel leisten und ich selbst trotz 6 Kindern 4 Tage die Woche arbeiten gehe, schon immer. Die Erwartungen meines Mannes wurden im Laufe der Jahre immer höher gesteckt. Und er ging über Leichen. In jedem sah er einen Neider, in mir, seiner Frau sogar einen Konkurrenten. Ich bin mir sicher, das die kindliche Erziehung bei all dem eine große Rolle spielt Er ist nun so, wie er nie sein wollte: das Ebenbild seiner Eltern! Uns hat er dabei schon fast verloren, ohne es zu wissen oder wahr haben zu wollen. Schuld sind immer die anderen. Ich habe im Artikel viele Ähnlichkeiten entdeckt. Für mich selbst habe ich auch beschlossen, abzuwarten, wenn ein cholerischer Anfall tobt ist Ruhe die beste Medizien sich selbst vor Übergriffen zu schützen. Dies gibt allerdings dem durchgedrehten Gegenüber immer recht, was auch wieder falsch ist und auf Dauer zu keinem befriedigenden Ergebnis führt. Jeder muß für sich selbst entscheiden wie lange er so weiterleben kann ohne sich selbst zu verlieren. Ich wnsche euch allen viel Kraft und Liebe! Eure Alexandra, eine Betroffene
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